DUH-Klage: Kieler Verbände mahnen Ursachenbekämpfung an

Die Kieler Verbände Verkehrsclub Deutschland (VCD), Bund für Umwelt und Naturschutz, (BUND KG Kiel), Naturschutzbund Deutschland (NABU Kiel) und der Verein Tram für Kiel sehen das drohende Diesel-Fahrverbot in Kiel als Weckruf.

Kiel muss die Mobilität der Zukunft jetzt in Angriff nehmen. Allein die Symptome zu bekämpfen kostet viel Geld, ohne den Kielern Mehrwert zu bringen: Stickoxidbindende Spezialasphalte ändern nichts am Lärm, Diesel-Abgasfilter verhindern keinen Stau, Ventilatoren und Moosfilterwände keine Unfälle.

Und nichts davon macht die Stadt lebenswerter.

Die Bildung von Fahrgemeinschaften in Benzinern kann nur kurzfristig eine Option sein. Die Mobilität in Kiel muss insgesamt intelligenter und flexibler werden. Es muss für jeden möglich sein, das eigene Auto stehen lassen zu können, weil es immer eine attraktive Alternative gibt:

  • Kiel braucht hochwertige und sichere Fuß- und Radwege. Die Stadt ist hier zwar bereits auf einem guten Weg, muss diese Bemühungen jetzt aber noch intensivieren.
  • Der Nahverkehr muss bequem, schnell, günstig und immer verfügbar sein.

Und das Abgasproblem macht einmal mehr deutlich, dass Kiel eine Straßenbahn braucht: Abgasfrei und leistungsfähig. Ob zur Uni, auf der Holtenauer Straße, nach Mettenhof oder Richtung Ostufer, das Bussystem stößt täglich an seine Grenzen. Nur mit dem Bus werden wir die Straßen nicht entlasten.

09.11.17: Gemeinsame Pressemitteilung von BUND, VCD, NABU, TfK: Kieler Verbände fordern Ursachen- statt Symptombekämpfung

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