Elektrobusse für Kiel – Kleiner Schritt in die richtige Richtung

Investitionen für neue Nutzer müssen Vorrang haben

Wir begrüßen die Pläne der Stadt Kiel, im städtischen Busverkehr zukünftig auf Hybrid- und Elektroantriebe zu setzen. Leise und emissionsarme Elektrobusse können aber nur ein kleiner Baustein für einen attraktiven städtischen Nahverkehr sein. Klar ist, dass die Antriebsfrage allein das akute Kieler Verkehrs- und Schadstoffproblem nicht lösen wird.

In Kiel werden heute nur 10% aller täglichen Wege mit dem ÖPNV zurückgelegt. Ein im Vergleich mit anderen Städten erschreckend schwacher Wert. Das ist verständlich, denn der Kieler Nahverkehr bietet heute wenige Anreize vom Auto umzusteigen: Auf den Hauptachsen sind die Busse zu voll und fahren zu selten. Meist kommen sie nur langsam voran und sind anfällig für Verspätungen. Abends und am Wochenende ist das Angebot dürftig.

Investitionen in den städtischen ÖPNV sind vor allem dann gut angelegt, wenn sie dafür sorgen, dass viel mehr Kielerinnen und Kieler den Nahverkehr gerne und häufig nutzen. Dies wird aber nur mit einem leistungsfähigen städtischen Tramsystem als Rückgrat des Kieler Nahverkehrs gelingen, denn das Kieler Bussystem ist an seine Grenzen gelangt. Eine Tram bietet die nötigen Voraussetzungen für Fahrgastwachstum: attraktiv, ressourcenschonend, elektromobil.

Das große Ziel muss sein, mehr Fahrgäste für den Nahverkehr zu gewinnen. Jedes stehengelassene Auto bringt mehr für Klima und saubere Luft als eine reine Optimierung der Antriebe je erreichen kann.

Pressemitteilung vom 18.01.2018

2 Gedanken zu „Elektrobusse für Kiel – Kleiner Schritt in die richtige Richtung

  1. allexm78

    Wie unsere Landeshauptsadt Kiel, Umwelthauptstadt, gerade in der Nachbetrachtung des Dieselskandals, siehe Busse, werden konnte, bleibt mir ein Rätsel.
    ANdere Städte in Europa, haben schon längsten E-Busse im Betrieb und Arbeiten daran, einen Schienen ÖPNV auf die Beine zu stellen. Bzw sind diese längstens in Betrieb.
    Unsere Landeshauptstadt, so ist es meine Empfindung, bewegt geradezu im Schneckentempo vowärts.
    Allen voran die Kieler CDU, die sich Vehement gegen einen Schienen ÖPNV windet.
    DIe Regionalbahn wird mißbraucht, in dem diese, jede neue, reaktivierte Haltestelle anfährt, obwohl die Regionalbahn nur Städte miteinander verbindet und wenige Ortschaften dazwischen. Zb Rendsburg – Achterwehr – Kiel.
    Eine RegioTram dagegen würde die Stadt mit der Region verbinden und jede reaktivierte Haltestelle anfahren…..
    Es ist begrüßenswert, das die Ratsversammlung diesen Antrag beschlosen hat. Denn nur mit einem Schienen System, sind steigerungen der beförderten Personen leistbar.
    Die CDU verkennt leider, das eher 4 spurige Schnellstraßen, Stadtteile trennt. Ein Schienenstrang in der Holtenauer oder in der Feldstraße dagegen weniger, wenn man alles vernünftig plant. Oder kann ich einfach, ohne aufpassen zu müssen, die Holtenauer Strasse als Fußgänger queren?
    Muss die Holtenauer Straße 4 spurig sein?

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