Der erste Wahlgang der OB-Wahl ist für die Tram gut ausgegangen. Die Kandidat:innen, die sich in unseren Wahlprüfsteinen deutlich für die Tram ausgesprochen haben, holten 65,1 % der Stimmen – ziemlich genau das Ergebnis der Kommunalwahl 2023.
Nur leider mussten wir die letzten Wochen mit ansehen, wie sich die dahinter stehenden Parteien auf ihre eigenen Befindlichkeiten konzentrierten und einen taktischen Fehler nach dem anderen machten. Durch diese Fehlentscheidungen ist jetzt in der Stichwahl mit einem sehr knappen Ergebnis zu rechnen, ein Wahlsieg von Derkowski ist nicht mehr ausgeschlossen!
Da ist es ein schwacher Trost, dass in der Mitteilung des SPD-Kreisverbandes noch einmal die Wichtigkeit der Stadtbahn betont und vor einem Oberbürgermeister Derkowski gewarnt wird. Es ist fraglich, ob das bei den Wählenden ankommt.
Es ist deswegen jetzt an uns und an euch, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um einen Wahlsieg Derkowskis zu verhindern. Als Verein üben wir uns normalerweise in Zurückhaltung, wenn es um parteipolitische Fragen geht. Das machen wir schon deswegen, weil alle demokratischen Parteien in unseren Reihen vertreten sind. Aber diese Wahl berührt den Kern unseres gemeinsamen Ziels.
Nicht nur, dass eine Stadtbahn mit Derkowski in weite Ferne rücken würde – wir halten ihn für völlig ungeeignet, dieses Amt auszufüllen. Er hat bei seinen öffentlichen Auftritten immer wieder gezeigt, dass er naive Vorstellungen davon hat, wie das Kieler Rathaus funktioniert. Auch bringt er weder Verwaltungs- noch Führungserfahrung mit.
Wir haben uns auch mit seinen verkehrspolitischen Ideen beschäftigt und sind zu dem Schluss gekommen, dass diese entweder Nebelkerzen oder völlig unausgegoren sind: Ganz gleich, ob man sich sein Expressbus-Netz ins Nirgendwo anschaut, das zum größten Teil völlig an der Nachfrage vorbeigeplant ist, während der Rest bereits Teil der bestehenden städtischen Planungen ist, oder ob man sich mit seinen halbgaren Einlassungen zur Regio-S-Bahn beschäftigt, deren Planungs-, Bau- und Finanzierungsaufwand er massiv unterschätzt – fest steht eines: Die Rechnungen des Gerrit Derkowski, sie gehen nicht auf und zeigen eine tiefe Unkenntnis der Materie.
Wir müssen deswegen daran erinnern: Jede Stimme, die jetzt nicht für Yilmaz abgegeben wird, ist eine Stimme für Derkowski.
Derkowski hat Wahlkampf gegen die Mehrheit im Rathaus gemacht. Dass er überparteilich ist, glaubt nur Gerrit Derkowski. Mit ihm drohen eine jahrelange Blockade und ein Stillstand in der Verkehrspolitik unserer Stadt. Wir sehen dagegen keine Gründe, warum man Yilmaz nicht wählen sollte. Die gegen ihn gerichteten Vorwürfe wurden auch von der Innenministerin als haltlos bezeichnet. Vor allem bringt er die Erfahrung in Verwaltungsarbeit und Kommunalpolitik mit und hat in seinem Berufsleben gezeigt, dass er Mitarbeitende führen kann. Wir haben ihn als überzeugten Mobilitätswende-Befürworter kennengelernt und sind uns sicher, dass er dieses Amt gut ausüben wird. Samet Yilmaz ist eine gute Wahl.
Deswegen ruft in eurem Umfeld zur Wahl auf und erinnert daran, was auf dem Spiel steht. Es geht jetzt um die Zukunft der Stadt!
